HWK Schwaben richtet 10-Punkte-Plan an PolitikProblem bei Nachfolge
Vielen Handwerksbetrieben droht in den kommenden Jahren das Aus. Zu diesem Schluss kommt das heute veröffentlichte Nachfolge-Monitoring der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Deutschlandweit könnten laut Studie bis zum Jahr 2029 insgesamt weit über 100.000 Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen geschlossen werden. Häufigste Gründe sind fehlende Nachfolgekandidatinnen- und kandidaten sowie eine überbordende Bürokratie.
Auch im schwäbischen Handwerk stellt sich die Lage immer dramatischer dar. Ein Viertel aller Unternehmerinnen und Unternehmer sind im Bezirk der Handwerkskammer (HWK) für Schwaben über 60 Jahre alt und die Nachfolgesuche gestaltet sich zunehmend schwieriger. Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben: „Die in der KfW-Studie genannten Gründe für immer häufigeres Scheitern von Unternehmensübergaben decken sich mit unseren Erhebungen. Ein gefährlicher Gift-Cocktail aus Nachwuchs- und Fachkräftemangel, hohen Steuern und Sozialabgaben sowie Energiekosten und – nicht zu vergessen – immenser bürokratischer Belastung für die Betriebe sorgt für das oft leise Sterben von erfolgreichen und gesunden Unternehmen.“
10-Punkte-Papier für erfolgreiche Betriebsübergaben und Gründungen
Die Handwerkskammer für Schwaben wendet sich deswegen gemeinsam mit ihren Partnerkammern in Bayern mit einem 10-Punkte-Papier an die Politik. Die darin enthaltenen Vorschläge und Forderungen sollen für mehr erfolgreiche Unternehmensübergaben, aber auch Gründungen sorgen. HWK-Hauptgeschäftsführer Wagner: „Wir halten es für unerlässlich, jetzt zügig zu handeln und den Betrieben nicht nur mit vernünftigen Reformen, sondern auch mit konkreten und schnellen Maßnahmen unter die Arme zu greifen.“