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HWK Schwaben mit Kritik an Reformplänen der SPDKeine weitere Belastung

Die jüngsten Reformvorschläge der Bundes-SPD bei der Erbschaftssteuer werden im Handwerk kritisch gesehen. Die Partei will Verschonungen für Unternehmen in diesem Bereich abschaffen und durch einen Freibetrag für Betriebe in Höhe von fünf Millionen Euro ersetzen. Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben: „Fünf Millionen Euro klingen erstmal nach einer großen Summe, sind aber in vielen Betrieben schnell zusammen, wenn der Wert von Produktionsstätten, Maschinen und Fahrzeugen berechnet werden.“

 

„Vorstoß kommt zur Unzeit“

Für Rauch kommt der Vorstoß zur Unzeit: „Mich ärgert nicht nur, dass die Vorschläge vor dem anstehenden Verfassungsgerichtsurteil gemacht werden, anstatt dieses abzuwarten. Viele Handwerksbetriebe haben immer größere Schwierigkeiten einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin in der Familie zu finden, deswegen ist es ein absolut falsches Signal, über die Abschaffung von Verschonungen bei der Erbschaftssteuer zu sprechen.“

In der angespannten Lage gehe es darum, den Betrieben nicht weitere Belastungen aufzubürden, sondern sie mit vernünftigen Reformen und gezielten Maßnahmen zu entlasten. „Unsere Betriebe sind eine wichtige und stabile Säule der Wirtschaft und übernehmen Verantwortung auch für tausende und abertausende Mitarbeitende. Die Steuerbegünstigung bei Betriebsvermögen muss in Hinblick auf den Erhalt von Arbeitsplätzen weiter Bestand haben“, so Rauch.

Sascha Schneider

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